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Never bring a knife to a gunfight!

Eigentlich ist es ein Sean-Connery-Zitat aus dem unvergesslichen Film: The Untouchables. Und es geht mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Spätestens seit ich wieder mal Post bekommen habe. Zum nunmehr 18-ten Mal. Und immer der „fast“ gleiche Brief. Werbebrief, um genau zu sein. Seit etwas mehr als 3 Jahren versucht mich ein Hersteller von Unterhaltungselektronik für ein Radio zu gewinnen. 699 Euro soll es kosten. Ostern gibt es einen DVD-Player dazu, im Sommer eine zweite FernbedieFotonung, im Herbst den Mehrfach-CD-Wechsler und kurz vor Weihnachten einen Kopfhörer. Seit mehr als 3 Jahren.

Nach dem 14-ten Werbebrief war ich letztes Jahr neugierig geworden. Der Anbieter ist immerhin ein weltbekanntes Unternehmen. Ich wollte es wissen! (Ist das Radio so teuer, weil es tatsächlich einen solch herausragenden Klang hat, oder brauchen sie die ganze Kohle, um ihre Kunden so lange zu quälen, bis die das Radio bestellen? Einfach nur um endlich Ruhe zu haben.)
Nein, ich habe das Ding nicht gekauft. So groß war die Neugier dann doch nicht! Aber ich habe mich für den Newsletter des Unternehmens eingetragen. Name und Anschrift waren demnach spätestens ab da bekannt. Ich bin ein Apple-Gadget-Junkie! Und schon alleine deswegen habe ich mir seit der Newsletteranmeldung nur noch Produkte rund um iBildschirmfoto 2013-01-23 um 11.43.29Phone, iPod & iPad  angesehen. Lautsprecher, Kopfhörer und Zubehör für Apple Produkte. Das Ergebnis: Nach 2 Wochen erhielt ich den ersten Newsletter! Einige werden es jetzt ahnen: Einziges Thema des Newsletters war das Wahnsinns-Herbstangebot – das Radio für 699 Euro! So, und jetzt sitze ich hier mit dem Mailing  Nr. 18 vor mir auf dem Schreibtisch. Ein sog. One-Step-Mailer, 4-farbig, portoptimiert und celofaniert. So wie alle anderen auch in den letzten 3 Jahren. Das Winterangebot – ein Radio für 699 Euro. Diesmal wieder mit der 2-ten Fernbedienung als Angebot , wenn ich bis zum 31. Januar bestelle. In Zeiten von CRM, Leadmanagement und Marketing Automation wird Ihnen vielleicht klar, warum mir dieser Spruch nicht aus dem Kopf geht: Never bring a knife to a gunfight!

Ihr Philipp Brüggen